Casa dos Correios
31 December 2024

Sanierung eines ehemaligen CTT-Hauptsitzes in Luso, der in ein Einfamilienhaus umgewandelt wurde.
Projekt - Cidade Branco Arquitectos
Fotografie - David Pereira
Produkt - SIZA
Kategorie - Habitação
Standort - Luso, Portugal
Jahr - 2024
Dieses Haus entstand durch die Sanierung eines Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert, das ursprünglich als Postamt der Ortschaft Luso diente und öffentliche Dienstleistungen mit der Wohnung des örtlichen CTT-Leiters verband. Die traditionelle Tabique-Bauweise, die Details der Schreinerarbeiten und ein vorhandener Luftzwischenraum, der die ursprünglichen Holzelemente geschützt hatte, ermöglichten es, einen großen Teil der Identität des Gebäudes zu bewahren. Außen wurde darauf geachtet, das schlichte und traditionelle Erscheinungsbild beizubehalten, das die Hauptachse der Ortschaft prägt. Die Eingriffe blieben bewusst zurückhaltend und umfassten die Restaurierung der Fassade, die Vereinfachung der Fensterrahmen für einen besseren Einfall des natürlichen Lichts sowie den Entwurf eines neuen Eingangstors, das von der ursprünglichen Einfriedung inspiriert ist – als hätte es schon immer zu diesem Ort gehört.
Das Projekt konzentriert sich vor allem auf den Innenbereich. Im Zentrum entstand ein über beide Geschosse reichender, zweigeschossiger Luftraum, der die beiden Ebenen miteinander verbindet und das gesamte Haus um diesen Bereich herum neu organisiert. Dadurch wurden die ursprünglichen hölzernen Dachbinder sichtbar, die zuvor von einer abgehängten Decke verdeckt waren. Der neue Luftraum schafft mehr Weite und hebt die vorhandenen konstruktiven Elemente hervor. Darüber hinaus trägt er zum thermischen Komfort des Hauses bei, indem er die natürliche Belüftung durch den Kamineffekt unterstützt. Im Erdgeschoss befinden sich die miteinander verbundenen Gemeinschaftsbereiche – Wohnzimmer, Lesebereich, Essbereich und Küche – sowie ein barrierefrei zugängliches Schlafzimmer. Im Obergeschoss befinden sich zwei symmetrisch angeordnete Suiten und ein offener Arbeitsbereich, die direkt mit dem zentralen Luftraum verbunden sind.
Die sorgfältige Restaurierung der Holzelemente, Fensterläden und des Treppengeländers prägt die Atmosphäre des Hauses, die von den natürlichen Holztönen und den leinenweißen Wänden bestimmt wird. Die Fliesengestaltung in Flaschengrün in der Küche bringt Farbe und Glanz in den Raum, während der in den Badezimmern und auf der Kücheninsel eingesetzte Marmor aus Estremoz die Materialität des Projekts unterstreicht. Auch die Integration der Schalterserie SIZA erfolgte auf natürliche Weise und fügt sich harmonisch in die schlichte und zeitlose Sprache des Hauses ein. Im Mittelpunkt des Projekts stand dabei stets das Ziel, die Schönheit und Authentizität des ursprünglichen Gebäudes hervorzuheben.






